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URBANE PRODUKTION 2030+

 

Köln, 20.10.2020 – In den letzten Jahren hat sich Dr. Schönheit + Partner Consulting Engineering (S + P) im Auftrag verschiedener Unternehmen in ganz Deutschland damit beschäftigt, wie die Produktion in der Stadt erhalten werden kann. Im Rheinland setzen neben der Leybold GmbH und der Romaco Kilian GmbH auch die Deutsche Infineum GmbH & Co. KG (INFINEUM) und die Steinert GmbH (STEINERT) auf Köln als Produktionsstandort. Um auch zukünftig an ihrem angestammten Standort wettbewerbsfähig produzieren zu können, ist für die Unternehmen eine Reorganisation gewachsener Strukturen notwendig. Mittels Werkstrukturplanungen entwickelte S + P hierfür Masterpläne „Urbane Produktion 2030+“ und setzte diese zusammen mit den Unternehmen in Teilen um.

Für deutsche Metropolen wie Köln werden die gewerbliche Vielfalt und eine neue, verträgliche Mischung aus Wohnen und Arbeiten in Zukunft immer wichtiger – eine Symbiose, die für die Industrie beispielsweise den Vorteil einer direkten Anbindung zu Wissens- und Kreativitätsquellen im innerstädtischen Raum hat. Für die in der Stadt lebenden Arbeitnehmer entwickelt sich wiederum eine höhere Lebensqualität durch das Wegfallen zeitaufwendiger Fahrten zwischen Wohnung und Arbeitsstätte. Um ein Leben und Arbeiten verträglich zu gestalten, berücksichtigt S + P für die Masterplanung einer Fabrik in der Stadt diverse Vorgaben wie Begrünung, Mobilität, Lärmschutzregelungen, Emissionsgrenzen und verfügbare, begrenzte Flächen.

Das Unternehmen STEINERT beispielsweise gehört zu den weltweit führenden Unternehmen auf dem Gebiet der Sensorsortierung und der magnetischen Separation im Abfall- und Metallrecycling, sowie Bergbau. Für den Hauptstandort Köln entwickelten die Fabrikplaner und Architekten von S + P zunächst einen Masterplan 2030+ für eine schrittweise Umstrukturierung des historisch gewachsenen, 35.000 m² großen Betriebsgeländes. Der erste Realisierungsschritt des Masterplans beinhaltet den Neubau des Multifunktionsgebäudes auf dem bestehenden Grundstück, das neben der Produktion auch eine produktionsnahe Verwaltung beinhaltet. Durch die Restrukturierung des bestehenden Geländes an der Widdersdorfer Straße in einen modernen und zukunftsfähigen Standort profitiert STEINERT von einer guten Infrastruktur, der Bindung seiner bestehenden Mitarbeiter, der Nähe zu weiteren, gut ausgebildeten Arbeitskräften und geringeren Kosten im Vergleich zu einem Standortwechsel inklusive Neubau einer Fabrik.

Über die Relevanz von Konzepten für eine urbane Industrie berichtete die WirtschaftsWoche bereits in einem Artikel vom 26.04.2019 (WiWo, Ausgabe 18, Seite 18-19 bzw. digital). Seitdem hat STEINERT seinen Standort in Köln auf Basis des von S + P erstellten Masterplans „Urbane Produktion 2030+“ weiter zukunftssicher gestaltet.

„Dank jahrzehntelanger Erfahrung weiß man bei STEINERT, wie wichtig persönliche Zusammenarbeit ist und welche Vorteile der interdisziplinäre Austausch bringt. Ich bedanke mich an dieser Stelle für die besonders gute Zusammenarbeit mit Dr. Schönheit + P. Consulting, die vor allem in der aktuellen Corona Zeit beachtenswert effektiv war,“ meint Peter Funke, Geschäftsführer STEINERT. „Der digitale Austausch war enorm durchgreifend: in nur 6 Online-Sitzungen à 3 Stunden konnten wir denselben Output generieren wie unter normalen Umständen in mehreren Monaten. Das war sehr beeindruckend.“

„Wir haben bei der Gestaltung unseres Masterplans 2030+ auf die Zukunft Urbaner Produktion gesetzt,“ so Dr. Martin Halama, Geschäftsführer, INFINEUM. „Den Kern der Standortplanung im Norden Kölns bildet ein städtisch geprägter Campus, in dem moderne Arbeitswelten den Mitarbeitern, Kunden und Besuchern eine offene, von Miteinander geprägte Unternehmenskultur vermittelt.“

Dr. Martin Schönheit, geschäftsführender Gesellschafter, S + P, sagt: „Wir wollen als Kölner Beratungs- und Ingenieurgesellschaft mit einem Tätigkeitsfeld in 25 Ländern die Stadt Köln dabei unterstützen, urbane Produktion als Standortfaktor zur Ansiedlung von innovativen Produktionsunternehmen positiv erlebbar zu machen. Dazu stehen der Stadt zahlreiche Fabrikneubauten und die Erfahrung unserer Lean Management Berater, Fabrikplaner, Architekten und Projektsteuerer als Erfolgsbeispiele zur Verfügung.“

 

Die Hegwein Zukunftsfabrik aus der Vogelperspektive (Visualisierung, Quelle: Dr. Schönheit + Partner)
Entwurfsplanung des Verwaltungsgebäudes für die Steinert GmbH in Köln (Visualisierung, Quelle: S + P)

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